KZ-Außenlager von Buchenwald
Leipzig Thekla / Heiterer Blick, Abtnaundorf

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Ab 1934 produzierte die nach Thekla verlegte "Erla-Maschinenwerke GmbH" 12.000 Kriegsflugzeuge. 1943 wurde auf dem Sportplatz an der Theklaer Straße ein Außenlager des KZ Buchenwald errichtet, das für die "Erla"-Werke produzierte. Bei einem Luftangriff im Februar 1944 auf die "Erla"-Werke starben 300 Menschen. Berüchtigt ist das Lager für ein Massaker an mehreren hundert kranken Häftlingen, die im April 1944 nicht marschfähig waren.

Todesmarsch: vom 13. April 1945 bis 9. Mai 1945
Gesamtstärke: 4000 - 6000 Männer und Frauen
Route: 13.4.1945 Abmarsch aus Leipzig, Zusammentreffen mit den Häftlingen aus dem Lager Abtnaundorf. Weiter nach Taucha / Angeldorf / Borsdorf / Gerichshain / Machern / Bennewitz / Wurzen, - Zusammentreffen mit Frauen aus dem Lager Leipzig-Schönefeld, in der Nacht kam noch eine weitere Kolonne dazu. - 14.4. Kühren / Luppa / Oschatz - 15.4. Sedlitz (unterwegs zahlreiche Tote) - 16.4. Flucht eines Franzosen - 17.4. Merkwitz, Überquerung der Elbe / Glaubitz - 17.4. (2 Tote, viele Verletzte, Flucht einiger Häftlinge und Erschießungen) - 19.4. (weitere Fluchten in Gruppen von 5-10 Mann, Erschießungen) - 20.4. Rückmarsch über Röderau / Riesa / Überquerung der Elbe / Sahlassan (viele Tote unterwegs) - 21. / 22.4. Sahlhassan; Front nur 15 km entfernt - 23.4. Dahlen (Mord an einem fliehenden Russen) / Meltewitz - 24.4. Luppa / Mügeln - 25.5. Zschepplitz / Döbeln - 26. / 27.4. Döbeln / Hasslau / Roßwein / Etzdorf / Marbach / Nossen / Siebenlehn / Obergruna / Reichenbach - 28.4. Großvoigtsberg / Grossschirma / Kleinwaltersdorf / Freiberg / Hilbersdorf - 29.4. Hilbersdorf - 30.4. Niederbobritzsch / Oberbobritzsch - 1.5. Kleinbobritzsch / Reichenau / Hermsdorf (Erschießung von 80 Kranken in einer Kießgrube) - 1.-3.5. Hermsdorf - 3.5. Reichenau / Hennersdorf - 3.-7.5. Trennung in zwei Gruppen; Übernachtung in Hennersdorf und Sadisdorf - 7.-8.5. Schmiedeberg / Kipsdorf / Altenberg / Geising / Fürstenau (15 Tote) - 9.5. Befreiung in der Nähe von Krupka /Tsch. und Zinnwald durch die Rote Armee.
Ende der Route der ca. 1.500-1.700 Frauen aus Schönefeld: 29.04 (?) Übernachtung in Nossen im niedergebrannten KZ-Außenlager - 30.04. Siebenlehn - Obergruna / Großschirma / Seifersdorf / Wald bei Goßberg und OT Lichtenstein und Heumühle bei Mobendorf / Befreiung durch die Rote Armee

In Glaubitz bei Riesa wurden dieser Gruppe ca. 25 Häftlinge des Flossenbürg-Außenkommandos Gröditz angeschlossen. Einer von ihnen, Heinrich Schäfer, wurde in Sadisdorf von einem Bauern versteckt und überlebte.

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