1945-1990

Leben zwischen Ideal und Wirklichkeit
1945
Wieder- und Neugründung von Parteien
1945
Bodenreform
1945
Jüdische Gemeinde Dresdens kommt wieder zusammen
1946
Zusammenschluß von KPD und SPD zur SED
1946
Volksentscheid führtzum "Gesetz über die Übergabe von Berieben von Nazi- und Kriegsverbrechern"
1948
Gründung des Staates Israel
1949
Gründung der DDR
1950
Weihe der Synagoge auf der Fiedlerstraße als erste neugebaute Synagoge in der DDR
1952
Auflösung der Länder und Bildung von Bezirken
1952
"Prozeß gegen das Verschwörerzentrum Slansky" in der Tschechoslowakischen Republik größte Welle jüdischer Auswanderung aus der DDR
1953
Volkaufstand 17. Juni
1961
Bau der Berliner Mauer
1962
Sechs-Tage-Krieg im Nahen Osten
1987
Verurteilung von Henry Schmidt, dem ehemaligen Dresdner Gestapokommissar, verantwortlichen für die "Judenfrage"
1988
Gedenken an den 50. Jahrestag der Popromnacht Ausstellung "Juden in Sachsen" in der Kreuzkirche
1989
Demonstrationen und eine große Fluchtwelle führten zur Öffnung der Grenzen der DDR

Nach 1945 kehrten nur wenige der überlebenden jüdischen Künstler aus den Lagern oder aus dem Exil nach Deutschland zurück. Die Sowjetische Besatzungszone und spätere DDR näherte bei links-politisch akiven Künstlern die Hoffnung auf eine mögliche sozialistische Entwicklung. Dies war für einige ein Beweggrund, in diesen Teil Deutschlands zurückzukehren. Viele der hier wirkenden Künstler verstanden sich nicht im religiösen Sinne nicht im religiösen Sinne als Juden, fühlten sich aber aus kulturellen, familiären oder politischen Gründen zu den jüdischen Gemeinden hingezogen.

Osteuropa und die sogenannten "Parteisäuberungen" in der DDR eine zweite Emigrationswelle von Juden. Besonders Personen, die in kapitalistischen Exil-Ländern gelebt hatten und auch noch Kontakt zu Freunden und Angehörigen unterhielten, waren in das Blickfeld dieser Säuberungsaktionen geraten, was auf viele Juden zutraf. Nach dieser Zäsur ging die öffentliche und Selbstwahrnehmung vieler Künstler als jüdisch stark zurück. Es änderte sich aber nichts an der Wertschätzung für ihr künstlerisches und politisches Wirken.

Erst Ende der 70er Jahr setzte eine Rückbesinnung auf die jüdischen Wurzeln ein, vor allem bei der Nachkriegsgeneration.

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