Familien Sally Dobkowsky und Max Pinkus

Bild: Grabstein
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Grabstätte der Frieda Dobkowsky auf dem Neuen Israelitischen Friedhof in Dresden
Inschrift:
Bild: Hier ruht
Hier ruht
Frieda Dobkowsky
geb. 9. Nov. 1890
gest. 31. Juli 1935
Bild: Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

Bild: Familie Dobkowsky
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Zu den bekannten jüdischen Familien Freibergs gehörten auch die Familien Dobkowsky und Pinkus. Sally (geb. am 6. Juli 1863) und Franziska Dobkowsky, geb. Brootzen (geb. am 14. Juni 1859) waren 1901 nach Freiberg zugezogen. Sie kamen aus Belgern in Pommern und hatten danach im ostpreußischen Allenstein gewohnt. In Freiberg betrieben sie in der Poststraße 16 einen Wollwaren- und Trikotagenhandel. Sie hatten sechs Kinder. Arno Aron, Grete, Betty, Frieda, Toni und Theodor. Die Eltern starben als der Naziterror seinem Höhepunkt zusteuerte, Franziska am 13. Dezember 1936 und Sally am 3. Januar 1939.

Bild: Vier Dobkowsky-Geschwister
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Bild: vlnr.: Arno: 1943 in Theresienstadt ermordet, Grete: 1942 deportiert und in Riga ermordet, Betty: Flucht in die USA, Toni: in Auschwitz ermordet

Toni Dobkowsky (geb. 1895 in Allenstein/ Ostpreußen) heiratete einen Dorfschullehrer in Drebach/ Erzgebirge und trat zum Christentum über. Es half ihr nichts. Im Jahr 1942 wurde sie nach Theresienstadt deportiert und später in Auschwitz ermordet. Ihre Tochter Marianne entkam über Frankreich nach England.
Betty Dobkowsky (geb. 1888) heiratete in eine bekannte jüdische Familie aus Bremen ein. Sie und ihre drei Söhne wanderten in die Vereinigten Staaten aus.
Vier Dobkowsky-Geschwister
vlnr.: Arno 1943 in Theresienstadt ermordet, Grete von der SS ermordet, Betty Flucht in die USA, Toni in Auschwitz ermordet

Bild: Hochzeit von Toni Kaltofen
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Hochzeit von Toni Kaltofen, geb. Dobkowsky.
Reihe vorn/ vlnr.: Das Brautpaar, die Brauteltern Franziska & Sally Dobkowsky
Reihe hinten/ vlnr.: Theodor & Frieda Dobkowsky, Grete Pinkus, geb. Dobkowsky, Betty Hope, geb. Dobkowsky (5. von rechts), Arno Dobkowsky (4. von rechts)

Bild: Grabstätte der Franziska Dobkowsky
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Grabstätte der Franziska Dobkowsky auf dem Neuen Israelitischen Friedhof in Dresden
Inschrift:
UNSERE TREUE MUTTER
FRANZISKA DOBKOWSKY
GEB. BROOTZEN
GEB.14. JUNI 1859
GEST. 13. DEZ. 1936
Bild: Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

Bild: Arno Aron Dobkowsky
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Arno Aron Dobkowsky(geb. am 23. August 1886 in Belgrad/ Pommern) absolvierte die Lehre in Pirna. Während des I Weltkrieges erhielt er das Verwundetenabzeichen und das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Nach Kriegsende lernte er seine Frau Elsbeth Johanna Oppenheimin Paris kennen. Kurz danach heirateten sie am 26. Dezember 1920 und zogen ins schlesische Glogau. Hier führte Arno das Schuhgeschäft der Schwiegereltern bis zur Wirtschaftskrise. 1937 ging die Familie nach Berlin in der Hoffnung, hier dem Terror der Nazis weniger intensiv ausgeliefert zu sein. Es gelang ihnen noch, alle drei Kinder, Ester, Peter und Marianne-Renatenach England in Sicherheit zu bringen. Sie selbst konnten nicht mehr flüchten, wurden 1942 nach Theresienstadt deportiert. Er starb dort 1943. Seine Frau kam 1944 in Auschwitz ums Leben.

Bild: Grete Pinkus mit ihrem Sohn Werner
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Bild: letzte gemeinsame Foto in Freiberg: Grete Pinkus mit ihrem Sohn Werner (Willy)

Grete Dobkowsky (geb. 1893 in Allenstein/ Ostpreußen) heiratete in Freiberg Max Pinkus. Sie führten das Wollwarengeschäft der Schwiegereltern ab Januar 1922 unter dem Namen "Dobkowsky & Pinkus" weiter. Im April 1939 wurde ihr Sohn Werner (Willy) mit einem Kindertransport nach England gerettet. Sie selbst wurden 1942 nach Riga deportiert und ermordet.

Bild: Eröffnung der CJD-Ausstellung
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Bild: Willy Pinkus (li.) mit Schwiegersohn (li. daneben) und Tochter Aviva Lynton (re.) im November 2005 zur Eröffnung der CJD-Ausstellung "Jewish Families in Freiberg" in der israelischen Partnerstadt Freibergs, Ness Ziona

Theodor Dobkowsky (geb. 1898) erhielt im I. Weltkrieg als Offizier das Eiserne Kreuz. Er studierte Medizin und praktizierte als Zahnarzt in Magdeburg. 1938 wurde er verhaftet und kam in das KZ Buchenwald. Nach seiner Entlassung wanderte er nach Ecuador/ Südamerika aus. Dort praktizierte er noch einige Zeit und verstarb 1963 an den Nachwirkungen der KZ-Haft.

Bild: Wollwaren- und Trikotagenhandel der Familie
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Bild: Die Poststrasse 16 heute und früher. Hier war der ehemalige Wollwaren- und Trikotagenhandel der Familie.

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