Fauna und Flora des Friedhofes

Bild: Lebensbaum
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Städtische Friedhöfe sind stets wertvolle Zufluchten der Tier- und Pflanzenwelt. Der Neue Israelitische Friedhof wurde parkähnlich angelegt. Durch den schönen Baumbestand wirkt er wie ein ruhiger Hain. Über 100 Koniferen bereichern die Anlage. Darunter gibt es häufig den Abendländischen Lebensbaum (Thuja occidentalis). Mit einer Hecke aus solchen Lebensbäumen wurde die Trauerhalle, die lange als Synagoge diente, umgeben, um sie rituell vom Friedhof zu trennen.

Bild: Koniferen
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Zu den beeindruckendsten Koniferen zählen zwei große Weymouths- Kiefern, die auf beiden Seiten des Neuen Teils synchron zueinander gepflanzt worden sind. Eigentlich ist dieser Baum in Nordamerika heimisch, wird in Europa aber gern als Parkbaum genutzt.
Auf dem Friedhof finden sich unter Anderem die Gemeine Schwarzkiefer (Pinus nigra), die Zuckerhutfichte (Picea glauca Conica), die Igel- Fichte (Picea glauca Echiniformis), Omorika- Fichten (Picea Omorika) sowie Blautannen (Picea pungens Glauca).

Bild: Laubbäume
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Mit 29 Exemplaren sind relativ wenige Laubbäume vertreten. Den Hauptbestand bilden 11 Gemeine Rosskastanien (Aesculus hippocastanum) als Allee des Hauptweges. Sie sind leider, wie so viele ihrer Art, von der Rosskastanien-Miniermotte befallen, was zu einem frühzeitigen Laubverlust führt. Durch intensive Pflege und viele Meisen, die die Schädlinge aus den Blättern holen, ist dieser Befall jedoch zurückgegangen. Daneben gibt es zahlreiche Weißbirken (Betula pendula) und Spitz- Ahorn (Acer platanoides).

Bild: Sträucher
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Neben den Bäumen tragen über 200 Sträucher mit 22 verschiedenen Arten zum grünen Gesamtbild des Friedhofes bei. Auffällig sind die Rhododendron- Sträucher in großer Vielfalt von Farben und Formen. Mit seiner Blütenpracht leuchtet weithin der Kirschlorbeer. Einige Fliedersträucher und die Forsythie gehören zu den Farben des Frühlings. Zu finden sind aber auch die Raublättrige Deutzie, Buchsbaum, Gewöhnlicher Pfeifenstrauch, Spierstrauch, die Sternmagnolie, Mahonie und die Blut- Johannisbeere.

Bild: Bodendecker
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In der mit über 50 Arten reichen bodendeckenden Schicht finden sich die meisten Wildpflanzen, die teilweise bewusst stehengelassen werden. Dazu zählen die zarten Märzveilchen, Kriechendes Fingerkraut, Maiglöckchen, Löwenzahn, sowie viele Kraut- und Grasarten.
Zahlreiche Blumen werden aber gepflanzt und entsprechend der Jahreszeit gewechselt. Beliebt sind Eisbegonien, Rosen, Schleifenblume und die Phlox- Staude.

Bild: Wildtiere
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Auf dem Gelände fühlen sich auch zahlreiche Wildtiere wohl. Wir sahen Ringeltauben, Grünspechte, Grünfinken, Kleiber und Eichelhäher. Die Meisen und Amseln flogen ohne Scheu tief über unsere Köpfe hinweg. Ein Eichhörnchenpaar und auch ein Fuchs kommen regelmäßig über die Mauer. Auf dem Gelände kann der Fuchs Mäuse und andere Kleintiere finden, die in Hohlräumen hinter den Grabsteinen leben. Diese Kleintiere sind sicher auch für die Katze interessant, die unter einem Holzstapel wohnt. Für die Igel wird vor allem im Winter Platz im Laubhaufen geboten. Einmal wurde in einem Sack ein zahmes Kaninchen über die Friedhofsmauer entsorgt und später durch den Friedhofsmeister ins Tierheim gebracht.

Bild: Insekten
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Natürlich gibt es eine Vielzahl an Insekten. Auffällig sind im Frühjahr die Feuerkäfer. Spinnen ziehen ihre Netze über die Grabsteine. Bienen, Schmetterlinge, Wespen und viele Käfer werden von den Blumen angezogen. Doch Schnecken sind nicht so gern gesehen.

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