Friedhof Plauen

Lage:
am Tannenhof, Richtung Oberjößnitz
Größe:
genutzte Fläche 9.380 qm
Anzahl der Grabstellen:
130
gegründet:
1898 gekauft - 1. Beerdigung 1899
geschlossen:
letzte Beerdigung 1957
Beschreibung und Besonderheiten:

Hohe Kastanienbäume überdachen den Jüdischen Friedhof in Plauen, für den 1898 das Gelände dem Rittergutbesitzer Klopfer abgekauft worden war. Obwohl während der NS- Zeit viele der Steine umgestürzt wurden, konnten die meisten wieder hergerichtet werden. Für Juden, die zwischen 1939 und 1942 in Plauen umgekommen sind, nutze man an der Friedhofsmauer ein Gemeinschaftsgrab. Dieser Jüdische Friedhof ist der einzige in Sachsen, der bereits in der Zeit der Weimarer Republik einem nazistischen Anschlag zum Opfer fiel, bei dem u. a. die Feierhalle beschmiert wurde. Diese Feierhalle überstand die Nazizeit. Sie wurde in dieser Zeit zu gewerblichen Zwecken genutzt und entging so der Zerstörung. 1987/88 wurde die Feierhalle zu einer Mahn- und Gedenkstätte umgestaltet, in der man sich über die Geschichte der Plauener Juden informieren kann.

nach oben