Friedhof Zittau

Lage:
an der Bundesstraße 99, Richtung Görlitz
Größe:
ca. 1.250 qm
Anzahl der Grabstellen:
64
gegründet:
1887
geschlossen:
letzte Beerdigung 1967
Beschreibung und Besonderheiten:

Bis zur Begründung ihres eigenen Friedhofs mussten die Zittauer Juden ihre Toten bis nach Dresden oder Görlitz bringen. 1887 endlich bekamen sie einen eigenen Platz. 1908 konnten sie eine größere Feierhalle errichten. Wie auf vielen jüdischen Friedhöfen in Sachsen wurde diese am 10.11.1938 gesprengt, am gleichen Tag wie die Zittauer Synagoge. 1942 wurden alle Metallgitter zugunsten der Rüstungsproduktion entfernt. 1933 lebten in Zittau noch 145 Juden. Nach dem Krieg war die Gemeinde vernichtet. Bereits 1948 wurde auf dem Zittauer Friedhof ein Gedenkstein für die ermordeten Zittauer Juden errichtet. Wahrscheinlich war dies überhaupt der erste Gedenkstein dieser Art in Deutschland. Auf poliertem roten Granit ist zu lesen:

"Ein Licht Gottes ist der Menschen Seele. Zum Gedenken der vierzig jüdischen Seelen der Städte Zittau und Löbau, die in den Jahren 1933- 1945 hingerichtet, ermordet, vergast und verbrannt wurden. Weil sie Juden waren. Mögen ihre Seelen in die Gemeinschaft der Ewigen aufgenommen werden."

nach oben