Max Zimmering

Ein jeder Tag hat Farbe und Gewicht
Max Zimmering (1909 - 1973)

Bild: Max ZimmeringMax Zimmering wurde am 16. November 1909 als Sohn des Uhrmachers Adolf und seiner Frau Cilly Zimmering in Pirna geboren. Die Eltern Stammten ursprünglich aus Galizien. Anfang des 20.Jahrhunderts kamen sie nach Sachsen. Während des I. Weltkrieges zog Cilly Zimmering mit den Kindern nach Dresden. Beide Eltern sind auf dem Neuen Israelitischen Friedhof in Dresden begraben. Ihr Sohn Max engagierte sich von frühster Jugend an eher politisch.

Max Zimmering war vor allem Kinderbuchautor und Lyriker. Manche seiner Gedichte wurden vertont und zum "Kampflied der Freien Deutschen Jugend". Sein Werk war zumeist geprägt von Agitation und Pathos.

Zahlreiche Texte von Max Zimmering gehörten in der DDR zum Schullehrplan. Da Max Zimmering lange Zeit in Dresden auf dem Weißen Hirsch gelebt hat, trug die Schule auf der Kurparkstraße bis 1990 seinen Namen. Einige seiner bekanntesten Werke sind: "Phospohr und Flieder" - das die Zerstörung Dresdens im Februar 1945 zum Gegenstand hat; sowie die Kinderbücher "Die Jagd nach dem Stiefel", "Li und die roten Bergsteiger" und "Buttje Pieter und sein Held".

1919
Max Zimmering wurde Mitglied der jüdischen Jugendbewegung (Wanderbund Blau-Weiß, Pfadfinderbund Kadimah).
1921
besuchte er das Wettin-Gymnasium in Dresden.
1928
wurde er Mitglied des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands und der Gewerkschaft. Zimmering begann mit kleinen politischen Texten seine schriftstellerische Tätigkeit. Er veröffentlichte Gedichte und Prosa als Arbeiterkorrespondent für die "AIZ" und die Zeitung "Linkskurve".
1929
wurde er Mitglied der KPD.
1930
Lehre in Dresden als Schaufensterdekorateur bei der Firma Tietz,
1932
Arbeit bei der Firma "Wohlwert", Dresden, Oschatzer Straße, dann arbeitslos
1933
emigrierte Max Zimmering nach Paris, 1934 nach Palästina, 1935 nach Prag, 1939 nach England und 1940 auf dem Schiff "Dunera" nach Australien. Dort landete er in einem Flüchtlingslager in der Umgebung von Tatura im Nordosten von Victoria.
1941
kehrte Max Zimmering mit dem Schiff nach England zurück. Zunächst folgten 3 Monate Internierung auf der Isle of Man, dann konnte er zurück nach London. In England war er Redakteur bei der in London erscheinenden Monatszeitschrift "Freie deutsche Kultur" und schrieb auch für andere antifaschistische Zeitschriften.
1946
mit Umweg über Prag und Decin kam Zimmering schließlich wieder nach Pirna.
1946
wurde er Kulturredakteur der Illustrierten "Zeit im Bild" und Mitarbeiter im Bezirksverband der Schriftsteller in Dresden
1949
beteiligte sich Max Zimmering an Textentwürfen für die gelpanten Gedenktafeln in der neuen Synagoge der Jüdischen Gemeinde Dresden zur Erinnerung an die Opfer der NS- Zeit.
1950
Heirat mit seiner langjährigen Lebensgefährtin Zora Weil, gemeinsame Tochter Guliko
1956
wurde Zimmering Verbandssekretär des Schriftstellerverbandes der DDR.
1958
Direktor des Instituts für Literatur "Johannes R. Becher" in Leipzig (bis 1964)
1964
Beginn einer Tätigkeit als freier Schriftsteller in Dresden
1967
bekam Zimmering den Martin-Andersen-Nexö-Preis der Stadt Dresden.
1969
erhielt er für sein Schaffen den Nationalpreis der DDR.
1973
am 15. September starb Max Zimemring.

Bild: Autobiographie von Max ZimmeringTitel der Autobiographie von Max Zimmering, die 1979 postum im Kinderbuchverlag der DDR erschienen war.

Bild: Titels dieses GedichtbandesFür die Gestaltung des Titels dieses Gedichtbandes (Aufbau- Verlag) wurde eine Zeichnung von Lea Grundig verwendet.

Bild: "Bildnis Frau Zora Zimmering"Hans Grundig malte 1950 dieses "Bildnis Frau Zora Zimmering". Es hing 1958 in der Ausstellung: "Hans Grundig - Lea Grundig" in Dresden.

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