Silberhofstraße 1a

Zahnarztpraxis Dr. med. dent. Guido Wangenheim
Zahnarztpraxis auf der Silberhofstraße
Zahnarztpraxis auf der Silberhofstraße

Guido Wangenheim wurde am 1. Juni 1891 geboren. Seine Eltern waren Nathan und Leonore Wangenheim. Über seine Lebensstationen ist wenig bekannt. Er war Zahnarzt und hatte die größte der fünf in Freiberg ansässigen Zahnarztpraxen. Im 1.Weltkrieg diente er als Zahnarzt in einem Sanitätsbataillon der Kaiserlichen Armee.
Mit seiner Frau Lilly hatte er zwei Töchter Helga (geb. 1921) und Edith (geb. 1922).
Im April 1933 gehörte seine angesehene Arztpraxis zu den ersten, die von den Nazis boykottiert und beschmiert wurden: "Laßt keine jüdischen Hände an eure deutschen Zähne". Gerade er, der "so tief und stolz Deutscher gewesen war", wie sich später sein Neffe Lutz Rosenthal erinnerte, wurde durch diesen Hass tief getroffen und erklärte, dass "ihn nichts bewegen könne, in Deutschland zu bleiben".
Dr. Guido Wangenheim verließ mit seiner Familie 1936 Deutschland und wanderte nach Palästina/Israel aus, wo er eine neue Dentistenpraxis aufbaute. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er nach der Zerschlagung des Nationalsozialismus in einem jüdischen Altersheim in Deutschland. Seine Töchter leben heute in den USA.

Guido Wangenheim als Soldat im 1.Weltkrieg
Guido Wangenheim als Soldat im 1.Weltkrieg
Guido Wangenheim, seine Frau Lilly und Schwester Julia
Guido Wangenheim mit seiner Frau Lilly (r.) und seiner Schwester Julia (l.), Palästina 1944

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